Small-Fiber-Neuropathie

Medizinische Information

Informationen zur Small-Fiber-Neuropathie: Symptome, Diagnostik per Hautbiopsie und Quantitativ Sensorischer Testung, und was das für Betroffene bedeutet.

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Kurzzusammenfassung

Die Small-Fiber-Neuropathie (SFN) ist eine Schädigung der dünnen, unbemarkten Nervenfasern, die für Schmerz-, Temperatur- und autonome Empfindung zuständig sind. Sie äußert sich meist durch brennende Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle, oft symmetrisch an Händen und Füßen beginnend.

Ausführliche Informationen

Neben den sensorischen Symptomen können auch autonome Beschwerden auftreten (u. a. Schweißregulationsstörungen, Kreislaufprobleme), da die betroffenen Nervenfasern auch autonome Funktionen steuern. Die Standarddiagnostik besteht in der Regel aus der Anamnese, einer Quantitativ Sensorischen Testung (QST) und einer Hautstanzbiopsie zur Bestimmung der intraepidermalen Nervenfaserdichte, da die reguläre Nervenleitgeschwindigkeitsmessung dünne Fasern nicht erfasst.

SFN hat viele mögliche Ursachen (u. a. Diabetes, Autoimmunerkrankungen, Infektionen); postinfektiöse und postvakzinale Verläufe werden in der Fachliteratur ebenfalls diskutiert.

Was ist zu Small-Fiber-Neuropathie nach COVID-19-Impfung bekannt?

Eine prospektive Fall-Kontroll-Studie von Donadio et al. (2025) untersuchte 33 symptomatische Personen nach COVID-19, 33 symptomatische Personen nach mRNA-Impfung sowie 33 gesunde Kontrollpersonen. Bei einem Teil der untersuchten, vorselektierten symptomatischen Personen wurden mittels Hautbiopsie Veränderungen kleiner Nervenfasern objektiviert.

Wichtig für die Einordnung: Die untersuchte Gruppe war eine vorselektierte symptomatische Kohorte — die Studie erlaubt deshalb keine Aussage darüber, wie häufig SFN nach einer Impfung in der Gesamtbevölkerung auftritt, und beweist nicht im Einzelfall die Ursache. Daneben dokumentieren mehrere kleinere Fallberichte und Fallserien SFN in zeitlichem Zusammenhang nach COVID-19-Impfung; auch eine kleine Kohortenstudie fand bei einem Teil der untersuchten Personen reduzierte intraepidermale Nervenfaserdichten. Solche Berichte können ein klinisches Signal beschreiben, erlauben aber weder eine zuverlässige Häufigkeitsbestimmung noch für sich allein einen allgemeinen Kausalitätsnachweis.

→ Wissenschaftliche Studien zu SFN im Detail ansehen

Praktische Hinweise

Da die Standard-Nervenleitgeschwindigkeitsmessung bei SFN meist unauffällig ist, sollte gezielt nach einer Hautbiopsie oder QST gefragt werden, wenn der Verdacht besteht. Für sozialrechtliche Verfahren ist der histologische Befund der Hautbiopsie ein wichtiger Nachweis.

Quellen


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Stand der Aktualisierung: 2026-08-06Autor: Redaktion Postvacinfo
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