Kurzzusammenfassung
„Post-Vac-Syndrom" ist kein eigenständiger, einheitlich definierter Diagnosecode, sondern ein im öffentlichen und teils fachlichen Sprachgebrauch verwendeter Sammelbegriff für anhaltende gesundheitliche Beschwerden, die von Betroffenen zeitlich mit einer COVID-19-Impfung in Verbindung gebracht werden.
Ausführliche Informationen
Unter dem Begriff werden in der Praxis sehr unterschiedliche Beschwerdebilder zusammengefasst — von ME/CFS-ähnlicher Fatigue über POTS (posturales Tachykardiesyndrom) bis zu Small-Fiber-Neuropathie oder Mastzellaktivierungs-Beschwerden. Da es sich nicht um eine einheitliche Diagnose handelt, erfolgt die eigentliche ärztliche Diagnostik immer anhand der jeweiligen Einzeldiagnose (siehe die entsprechenden Artikel in dieser Kategorie), nicht anhand von „Post-Vac" selbst.
Die Abgrenzung zu ähnlichen Beschwerdebildern nach durchgemachter COVID-19-Infektion (Long Covid) ist fachlich nicht immer trennscharf möglich, da sich die Symptomatik stark überschneiden kann.
Praktische Hinweise
Für die sozialrechtliche Anerkennung ist entscheidend, welche konkrete Diagnose ärztlich dokumentiert wird — nicht der Sammelbegriff „Post-Vac". Eine strukturierte Symptomdokumentation ab Beginn der Beschwerden erleichtert sowohl die Diagnosefindung als auch ein späteres Antragsverfahren nach SGB XIV.
Links
- Paul-Ehrlich-Institut – FAQ: Was bedeutet Post-Vac-Syndrom?
- Paul-Ehrlich-Institut – Pharmakovigilanzbericht zu COVID-19-Impfstoffen, Sachstand 31.12.2024