Kurzzusammenfassung
Das Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) bezeichnet ein Krankheitsbild, bei dem Mastzellen wiederholt übermäßig Botenstoffe (u. a. Histamin) freisetzen, was zu einer Vielzahl von Beschwerden in unterschiedlichen Organsystemen führen kann.
Ausführliche Informationen
Typische Symptome sind unter anderem Hautrötungen und Juckreiz, Magen-Darm-Beschwerden, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen und in schweren Fällen anaphylaktische Reaktionen. Die Beschwerden treten häufig episodisch auf und können durch unterschiedlichste Auslöser (Nahrungsmittel, Temperaturwechsel, Stress, Medikamente) getriggert werden.
Die Diagnostik ist komplex: Sie stützt sich auf die Symptomatik, den Nachweis erhöhter Mastzellmediatoren (z. B. Tryptase) im Anfall sowie das Ansprechen auf eine gezielte Therapie. Es existiert kein einzelner beweisender Test.
Praktische Hinweise
Eine Symptomtagebuch-Führung (Auslöser, Beschwerden, zeitlicher Verlauf) unterstützt sowohl die Diagnosefindung als auch spätere Anträge. MCAS wird häufig interdisziplinär (Allergologie, Immunologie, Dermatologie) abgeklärt.